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Schulsanitätsdienste: Hamburgs Westen hat die Besten

Eine Schülerin vom Schulsanitätsdiesnt versorgt eine am Kopf verletzte Mitschülerin beim 11. Wettbewerb Hamburger Schulsanitätsdienste im Juli 2017

Schulsanitäterin versorgt Kopfwunde. Quelle: UK Nord

Die Stadtteilschule Eppendorf und das Gymnasium Altona haben die besten Schulsanitätsteams. Beide Schülerteams wurden heute beim elften Wettbewerb Hamburger Schulsanitätsdienste (SSD) für ihre kompetente und schnelle Erste Hilfe in der Schule mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Die jeweils 300 Euro Preisgeld investieren sie in ihren Schulsanitätsdienst. Den 2. Platz gewannen die Stadtteilschule Walddörfer und das Gymnasium Rissen, die sich über je 200 Euro für die Sanitätsteam-Kasse freuten. Je 100 Euro erhielten die Drittplatzierten, von denen es dieses Jahr gleich drei gab: die Stadtteilschulen Bramfeld am Standort Hegholt und Blankenese sowie das Gymnasium Blankenese. 

Beate Proll vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) und Fred Babel, Präventionsexperte der Unfallkasse (UK) Nord überreichten die Geldpreise und Urkunden. „Schülerinnen und Schüler verbringen heute viel Zeit in der Ganztagsschule. Dazu gehört, dass sie sich neben Phasen hoher Konzentration ausreichend bewegen. Beim Toben, Spielen, Klettern können Unfälle geschehen. Umso wichtiger ist, dass mit unseren außerschulischen Partnern, den Hilfsorganisationen und der Unfallkasse Nord, ein Schulsanitätsdienst aufgebaut wird. Die in Erster Hilfe ausgebildeten Schülerinnen und Schüler helfen schnell und kompetent. Gleichzeitig leisten Schulsanitätsdienste einen Beitrag zu einem guten Lern- und Sozialklima in der Schule“, fasste Beate Proll die Rolle der Schulsanitätsdienste zusammen.

Aus der Sicht der UK Nord, bei der Hamburgs Schülerinnen und Schüler gesetzlich unfallversichert sind, leisten die Schulsanitäterinnen und –sanitäter einen wertvollen Beitrag zur Rettungskette. „Durch eine sachkundige Erstversorgung können gravierende Unfallfolgen gemildert werden“, so die Einschätzung von Fred Babel. Auch er sieht einen positiven Einfluss auf die Gemeinschaft: „Mit ihrem Einsatz in der Schule geben die Schulsanitätsdienste ein Beispiel dafür, wie wichtig es in unserer Gesellschaft ist, aufmerksam zu sein und sich um Menschen in Notsituationen zu kümmern.“

Der Wettbewerb fand zum ersten Mal in den Räumen der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in St. Georg statt. NDR-Moderator Hinnerk Baumgarten eröffnete die Veranstaltung. Rund 130 Schülerinnen und Schüler aus 26 weiterführenden Schulen waren am Start. Die Sanitätsteams mussten täuschend echt geschminkte Verletzte unter Zeitvorgabe versorgen. Zwölf Unfallsituationen, darunter ein Hundebiss, ein Krampfanfall, ein abgetrennter Finger und eine Alkoholvergiftung, waren zu bewältigen. Alle Unfälle sind tatsächlich an Schulen passiert.

Die UK Nord unterstützt Schulen, die einen Schulsanitätsdienst aufbauen, mit einer Anschubfinanzierung von 150 Euro. Ausgebildet werden die Nachwuchs-Sanitäterinnen und -sanitäter von den Hilfsorganisationen: Johanniter-Jugend, Arbeiter-Samariter-Bund, Malteser Jugend und Jugendrotkreuz. Mit 40 Ausbildungsstunden sind Schulsanitäterinnen und –sanitäter viel umfassender ausgebildet als normale Ersthelfer, die neun Stunden Schulung absolvieren müssen.

Die Schulsanitätsdienste versorgen Mitschülerinnen und Mitschüler bei Unfällen in der Schule, auf dem Pausenhof, bei Schul- und Sportfesten. Sie ergänzen die organisierte Erste Hilfe an ihrer Schule, ersetzen diese aber nicht. 2016 waren rund 250.000 Schülerinnen und Schüler in Hamburg bei der UK Nord gesetzlich versichert. Jährlich werden der UK Nord 20.000 Unfälle gemeldet, bei denen Schülerinnen und Schüler in der Schule oder bei schulischen Veranstaltungen verunglückt sind.

Seit Einführung des Wettbewerbs Hamburger Schulsanitätsdienste im Jahr 2006 hat sich die Zahl der Schulsanitätsteams fast verdoppelt. Damals verfügten rund 30 Schulen über einen qualifizierten Schulsanitätsdienst. Heute leisten Schulsanitätsdienste an rund 60 Hamburger Schulen Dienst.

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