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Fragen zur Ersten Hilfe

8. Muss bei Wiederbelebungsmaßnahmen auch zwingend beatmet werden?

Die Frage zur möglichen Infektionsgefahr bei der Beatmung ist berechtigt, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Gesundheitslage und umso mehr, je höher die Anzahl nicht getestet infizierter und nicht genesener Personen steigt.
Die Maßnahmen der Ersten-Hilfe, wie sie in der Aus- und Fortbildung betrieblicher Ersthelfender geschult werden, sehen grundsätzlich bei den Wiederbelebungsmaßnahmen

  • in erster Linie die Herzdruckmassage,
  • die Anwendung eines AED (falls vorhanden) und
  • die Beatmung vor.

Diese Lehraussagen sind verpflichtend durch die ermächtigten Ausbildungsstellen einzuhalten und dürfen auch nicht anders geschult werden.

Für Betriebe könnte das Thema „Beatmung“ im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung, unter Einbeziehung der Betriebsärztin bzw. des Betriebsarztes dahingehend berücksichtigt werden, dass ggf. ergänzende Beatmungsmasken vorgehalten werden. In Bezug auf das Infektionsrisiko und die Anwendung sollten detaillierte Informationen beim Hersteller eingeholt werden. Die Ersthelfenden müssen dann unterwiesen werden.

Es liegt im Ermessen der handelnden Personen im Rahmen der Reanimation auf die Beatmung notfalls zu verzichten, bis gegebenenfalls eine geeignete Beatmungshilfe zur Verfügung steht.

Quelle: DGUV Fachbereich Erste Hilfe

Anmerkung: Dieser Satz zum Ermessenspielraum bei der Beatmung bedeutet jedoch keinesfalls, dass die Unterlassung einer Ersten Hilfe strafrechtlich gedeckt sei. Insbesondere die Herzdruckmassage ist im Fall des Herz-Kreislaufstillstandes unverzichtbar (siehe auch Rechtsfragen zur Ersten Hilfe: https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/256)

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