Navigation

Servicebereich

Inhalt

Flüchtlingskinder: Im schulischen Unterricht gesetzlich unfallversichert

17. Februar 2016

Ein Junge und ein Mädchen mit Schultüten

Zwei Flüchtlingskinder freuen sich auf die Schule

Unfallkasse Nord erklärt die gesetzlichen Regelungen für Hamburg und Schleswig-Holstein

Viele Menschen suchen in Hamburg und Schleswig-Holstein Schutz vor Gewalt und Verfolgung. Darunter sind auch viele Kinder und Jugendliche. Sobald sie hier eine Kindertageseinrichtung oder eine Schule besuchen, sind diese jungen Menschen bei der Unfallkasse (UK) Nord unfallversichert. Dies gilt auch für den Unterricht in den zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen (ZEA) der Hansestadt und in Schleswig-Holstein.

Flüchtlingskinder im Sprachunterricht von beauftragten Schulen sind automatisch unfallversichert

Gesetzliche Grundlagen hierfür sind zum einen die Schulpflicht. Denn Flüchtlingskinder sind ebenso schulpflichtig wie alle anderen Kinder im Schulalter, die hier wohnen. Zum anderen ist die Teilnahme an Sprach- und Bildungsangeboten allgemeinbildender Schulen in den ZEA in Hamburg und Schleswig-Holstein schulrechtlich gesehen Unterricht. Dieser ist gesetzlich unfallversichert.

Das gilt auch für den Fall, dass die Flüchtlingskinder an Bildungs- und Sprachangeboten allgemeinbildender Schulen außerhalb der Erstaufnahmeeinrichtungen teilnehmen. Voraussetzung ist, dass diese Schulen mit der Durchführung der Bildungs- und Sprachangebote beauftragt sind. Das bedeutet: Hat ein Kind im Unterricht oder auf dem Weg dorthin einen Unfall, übernimmt die UK Nord die Kosten für die ärztliche Behandlung, Medikamente, Therapien und Pflegeleistungen.

Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz ist also an den Unterricht durch beauftragte Schulen gebunden. Der Aufenthalt in einer ZEA allein begründet noch keinen Anspruch auf gesetzlichen Unfallversicherungsschutz. Ausgenommen sind ebenfalls sogenannte eigenwirtschaftliche Tätigkeiten wie beispielsweise Essen während der Pause. Auch die Teilnahme an außerschulischen Angeboten wie privaten Sprachkursen oder die reine Betreuung sind nicht versichert. 

Kostenlose Broschüre der UK hilft Kitas und Schulen bei der Integration junger Flüchtlinge

Um Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher bei der Integration zu unterstützen, gibt es die Broschüre „Flüchtlingskinder und jugendliche Flüchtlinge in Schulen, Kindergärten und Freizeiteinrichtungen“. Schulen und Kitas in Hamburg und Schleswig-Holstein können die Broschüre kostenfrei bei der UK Nord beziehen. Weitere Informationen, auch zum Unfallversicherungsschutz bei der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe, gibt es auf diesen Internetseiten. Die Broschüre kann hier bestellt werden: https://www.uk-nord.de/de/unfallkasse-nord/presse/newsartikel/artikel-presseinformationen/news/broschuere-zu-fluechtlingskindern-hier-kostenlose-bestellmoeglichkeit-fuer-schulen.html 

Zur Schüler-Unfallversicherung der UK Nord

Alle Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein und Hamburg sind ab ihrem ersten Schultag automatisch bei der UK Nord versichert. Die gesetzliche Schüler-Unfallversicherung umfasst auch die Kinder in Kitas und bei Tageseltern und die Studierenden. 2014 standen eine Million junger Menschen in Kitas, Schulen und Hochschulen unter dem Schutz der UK Nord. Die Unfallstatistik 2014 weist 83.000 Unfälle beim Besuch der Bildungseinrichtung und 6.000 Unfälle auf den damit zusammenhängenden Wegen aus. Die Unfallkasse setzt sich vorrangig für eine sichere Ausbildungszeit ein.


Webcode


Webcode dieser Seite:N00336

Servicenavigation