Navigation

Servicebereich

Inhalt

Staatssekretär Badenhop legte Grundstein zum UK Nord-Gebäude

07. November 2017

Fünf Herren legen eine Zeitkapsel in den Grundstein zu unserem neuen Dienstgebäude in Kiel.

Die Zeitkapsel wird in den Grundstein gelegt. Von links: Thure Thurich, Wilfried Kley (beide UK Nord), Dr. Matthias Badenhop, Sozialministerium, Ulf Stecher (UK Nord) und Dr. Ulf Kämpfer, Oberbürgermeister Stadt Kiel

Dr. Matthias Badenhop, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren, legte heute (7. November 2017) den Grundstein für das neue Verwaltungsgebäude der Unfallkasse (UK) Nord am Seekoppelweg in Kiel-Hassee. Gemeinsam mit dem Kieler Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer und den Vorsitzenden der Selbstverwaltung der UK Nord legte der Staatssekretär die Zeitkapsel feierlich an ihre Position.

Dr. Badenhop betonte: „Die Unfallkasse Nord ist für 1,9 Millionen Versicherte im Norden da. Mit dem Neubau werden die Voraussetzungen geschaffen, dass die UK Nord ihre Leistungen – Prävention, Rehabilitation, Entschädigung, staatlicher Arbeitsschutz – bürgernah und an einem Standort anbieten kann. Mein Dank gilt allen Beteiligten für das große Engagement im Interesse der Versicherten! Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünsche ich mit dem Neubau zukünftig eine gute Wirkungsstätte!“
Zehn Jahre lang waren die Beschäftigten auf zwei Standorte in Kiel verteilt. Wenn die Baumaßnahme im Sommer 2019 abgeschlossen ist, werden die Beschäftigten wieder in einem Dienstgebäude zusammenarbeiten. Besucherinnen und Besucher haben künftig eine Anlaufstelle in Schleswig-Holstein.

„Die Unfallkasse Nord kümmert sich nicht nur um sichere und gesunde Arbeit in den Verwaltungen und Betrieben in Kiel, ihr ist auch die Sicherheit unserer Kinder in Kitas und Schulen ein Anliegen. Zudem ist die UK ein attraktiver Arbeitgeber unserer Stadt. Von dem Bauvorhaben profitieren somit nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unfallkasse. Es ist vielmehr ein Gewinn, der der Gemeinschaft zu Gute kommt“, sagte Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer. 

9,6 Millionen Euro Finanzvolumen

Das Finanzvolumen ist auf 9,6 Millionen Euro veranschlagt und umfasst den Neubau eines  Erweiterungsflügels sowie die Sanierung des jetzigen Verwaltungsgebäudes. In seiner funktionalen Gestaltung orientiert sich der Erweiterungsbau am bestehenden vier-geschossigen Verwaltungsgebäude. Beide Gebäude werden parallel nebeneinanderstehen, verbunden durch eine gläserne Fußgängerbrücke.
Nach der Fertigstellung wird der Gebäudekomplex rund 4.000 Quadratmeter Nutzfläche umfassen: 1.700 Quadratmeter im Neubau plus 2.300 Quadratmeter im bestehenden Verwaltungsgebäude. „In beiden Gebäudeteilen halten wir insgesamt 190 Arbeitsplätze vor“, erläutert Ulf Stecher, Vorstandsvorsitzender der UK Nord. „Herzstück ist das 500 Quadrat-meter große Seminarzentrum mit moderner Veranstaltungstechnik. Hier werden wir künftig unsere Seminare zum Arbeits- und Gesundheitsschutz in Schleswig-Holstein anbieten“, so der Vorstandsvorsitzende weiter.

Solaranlage heizt Brauchwasser

Bei dem Bauvorhaben wurde auf schonende Ressourcennutzung Wert gelegt. Auf dem Dach des Erweiterungsbaus wird eine thermisch und photovoltaisch arbeitende Solaranlage installiert. Die Durchlauferhitzer haben ausgedient, künftig wird das Wasser zum Hände-waschen umweltfreundlich mit Solartechnik erwärmt. Die Beleuchtung wird weitgehend auf LED-Technik umgestellt, die gesamte IT-Infrastruktur modernisiert. Bei der Fassaden-dämmung sorgt ein „Luftpolster“ zwischen der Gebäudewand und den Dämmplatten aus Steinwolle für zusätzliche Isolierung. Der Primärenergiebedarf beträgt rund 93 Kilowatt-stunden pro Quadratmeter im Jahr. Der Wert unterschreitet den von der Energie-Einsparverordnung vorgegebenen Wert für Neubauten, die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden. Dieser beträgt 96 Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr.

Neue Aufgaben, größerer Platzbedarf

Der Bedarf für einen Neubau begann mit der Errichtung der Unfallkasse Nord. Im Januar 2008 fusionierten die Unfallkasse Schleswig-Holstein und die Landesunfallkasse Freie und Hansestadt Hamburg. Die neu errichtete Unfallkasse Nord übernahm gleichzeitig die Vollzugsaufgaben des staatlichen Arbeitsschutzes in Schleswig-Holstein. Etwa 20 Beschäftigte des Arbeitsschutzes mussten in die Verwaltung der UK Nord integriert und in ihrem Dienstgebäude untergebracht werden. Das gelang nur, indem ein zweiter Standort in Kiel angemietet wurde.

In den Jahren 2016 und 2017 übernahm die UK Nord weitere Aufgaben vom Land Schleswig-Holstein: 2016 die psychologische Frühintervention nach belastenden Dienstunfällen (Psychotherapeutenverfahren) unter anderem für Richterinnen, Richter, Vollzugsbeamtinnen und –beamte in den Justizvollzugsanstalten. In Hamburg können Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter seit 2015 das Psychotherapeutenverfahren in Anspruch nehmen. Ebenfalls 2016 übertrug das Integrationsamt Schleswig-Holstein seinen Beratungsdienst an die UK Nord. Der Unfallversicherungsträger nimmt diese Aufgabe seit Januar 2017 wahr. Im Zuge der neuen Aufgaben musste weiteres Personal eingestellt werden und es war abzusehen, dass die vorhandenen Räume nicht ausreichen würden. Das künftige, zweiteilige Verwaltungsgebäude trägt den neuen Anforderungen Rechnung.

Zahlen zur UK Nord

Die UK Nord ist die Berufsgenossenschaft für den öffentlichen Dienst in Schleswig-Holstein und Hamburg und gesetzliche Schüler-Unfallversicherung. Darüber hinaus ist sie die Untere Landesbehörde für den staatlichen Arbeitsschutz in Schleswig-Holstein. Die UK Nord hat insgesamt 270 Beschäftigte an den vier Standorten Kiel, Lübeck, Itzehoe und Hamburg. 1,9 Millionen Menschen stehen unter dem Schutz der UK Nord, darunter fast eine Million junge Menschen in Bildungseinrichtungen Im Jahr 2016 betrug das Haushaltsvolumen 88 Millionen Euro, davon flossen 62 Millionen Euro für Rehabilitation, Pflege und Renten an die Versicherten. 6,9 Millionen wurden für die Prävention von Unfällen und Berufskrankheiten aufgewendet. Es verunglückten knapp 90.000 Versicherte.

Für die Vollzugsaufgaben der Staatlichen Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord zahlt das Land Schleswig-Holstein der UK Nord jährlich einen Ausgleichsbeitrag für ihre Aufwendungen. 2016 betrug dieser 6,6 Millionen Euro.


Webcode


Webcode dieser Seite:N00404

Servicenavigation